Sander Lensen, AWL, über intelligente Roboterlösungen und Vision-Technologie

Sander Lensen, Technologiemanager bei AWL, hat einen Blog über intelligente Roboterlösungen und Vision-Technologie geschrieben. Lesen Sie hier, was er zu sagen hat!

Sander Lensen, AWL, über intelligente Roboterlösungen und Vision-Technologie

Als Technologiemanager bei AWL habe ich festgestellt, dass der Markt flexible Maschinenkonzepte verlangt. Die Vision-Technologie spielt dabei eine zunehmend wichtige Rolle. In diesem Artikel lege ich dar, wie sich AWL auf diesen im Wandel befindlichen Markt einstellt.

Was ist Vision-Technologie?
Bei „Vision“ denken wohl die meisten Leser zunächst an die wörtliche Bedeutung, nämlich an „Sehen“ oder „Sicht“. Das ist im Grunde auch die Basis dieser Technologie, und bei unseren Anwendungen bedeutet es, dass wir Robotern und Maschinen das Sehen beibringen. Vision-Technologie beginnt immer mit einem optischen Sensor, der Daten erfasst und zur Verfügung stellt. Oft wird bei Vision-Technologie an optische 2D- oder 3D-Kameras gedacht, aber auch Distanz- oder Lasersensoren gehören zu den Vision-Sensoren. Diese letztgenannte Anwendung hat sich für unsere Logistikkunden als sehr nützlich erweisen, beispielsweise zur präzisen Bestimmung der Position von Kartons. Allgemein gesagt dienen Vision-Lösungen dazu, auf der Grundlage von erfassten Daten Analysen, Kalkulationen und Feststellungen für die Ansteuerung von Maschinen zu generieren. Für AWL bedeutet das, dass wir mithilfe der Vision-Technologie noch intelligentere Roboterlösungen entwickeln können.

Wie erklären Sie sich den Höhenflug dieses technologischen Trends?
Die Technik ist an sich gibt es schon ziemlich lang. Aber in jüngster Zeit macht sich ein Trend bemerkbar: der Markt verlangt flexible Maschinenkonzepte, und die Vision-Technologie macht sie möglich. Das bedeutet, dass mit derselben Maschine eine breitere Palette von Produkten hergestellt werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich mit Vision-Anwendungen die mechanische Komplexität der Maschine reduzieren lässt. Früher verlangten die Kunden Maschinen, die immer dasselbe Produkt herstellen, oder vielleicht zwei oder drei Ausführungen davon. Heute aber müssen die Maschinen immer komplexere Aufgaben erfüllen. Unsere Kunden können immer schwieriger abschätzen, wie viele Produkte in wie vielen Ausführungen hergestellt werden müssen. Das stellt uns vor die Herausforderung, Maschinen zu bauen, die sich für eine breite Skala unterschiedlicher Produkte eignen. Ein Gamechanger war der Moment, in dem die Vision-Technologie für die vision-geführte Robotik eingesetzt wurde. Die Roboterbewegungen werden nicht mehr standardmäßig programmiert, sondern von intelligenten Algorithmen und leistungsstarker Software erzeugt. Die Software sorgt dafür, dass der Roboter mit Variationen umgehen kann.

Auf der Suche nach Automatisierungslösungen
Früher wurde für die Produktion meistens ein Operator eingestellt. Seit einiger Zeit ist diese Praxis aber auf dem Rückzug. Denn es wird immer schwieriger, auf dem knappen Arbeitsmarkt Personal für derartige repetierende Arbeiten zu finden. Gleichzeitig steigen die Arbeitskosten immer weiter an. Darum suchen die Unternehmen Automatisierungslösungen für produktkritische Prozesse.

AWL setzt in drei Märkten Vision-Technologie ein
Wir machen uns die Vision-Technologie in der Logistik, der allgemeinen Industrie und der Automotive-Industrie zunutze. Allerdings nicht für alle drei Märkte auf die gleiche Weise. Oft unterscheiden wir zwischen Metall- und Logistikprodukten. Die Techniken, die wir für Metallprodukte einsetzen, eignen sich für die Automotive- und Allgemeinindustrie. In diesen Bereichen besteht viel Nachfrage nach Lösungen, die Objekte erkennen und ihre Position bestimmen können. Oder die – mit denselben Algorithmen – die Geometrie dieser Objekte berechnen. Bei Metallprodukten muss der Prozess immer hochpräzise verlaufen. Beispielsweise beim Schweißen oder bei der genauen Werkstückpositionierung.

In der Logistik geht es dagegen mehr um die Erkennung von Paketsendungen und um die Suche nach Flächen, an denen die Saugnäpfe andocken können. Die Positionierung braucht dann nicht extrem präzise zu sein. Die Pakete dürfen durchaus relativ unpräzise abgelegt werden, Hauptsache, sie liegen dann in einem festgelegten Bereich.

Der Mehrwert von AWL?
Als Systemintegrator sind wir in der Lage, mit unserem Wissen auf dem Gebiet der Maschinentechnologien in Kombination mit Roboterlösungen hochmoderne Fertigungsprozesse zu entwickeln. Der vision-geführten intelligenten Robotik gehört die Zukunft! Da wir unsere Lösungen bis ins Detail kennen, können wir eine höhere Flexibilität bieten und die Abhängigkeit unserer Kunden von mechanischen Komponenten verringern. Das verringert den Umrüstaufwand bei neuen Varianten und ermöglicht Automatisierungslösungen in Fällen, in denen dies bislang noch nicht rentabel war.

Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass es bei jedem Kunden eine mechanische Anwendung gibt, für die inzwischen eine bessere, visiontechnologiebasierte Lösung zur Verfügung steht. Die Vision-Technologie bietet Flexibilität und neue Chancen! Wir denken gern gemeinsam mit Ihnen über die Möglichkeiten für Ihre Situation nach.

Möchten Sie mehr über die Vision-Technologie und die Vorteile, die sie Ihrem Unternehmen bieten kann, wissen? Setzen Sie sich mit mir in Verbindung, wenn Sie einen Termin für eine Demonstration in unserem Experience Center in Harderwijk vereinbaren möchten!

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